Drei nationale Programme zur technologischen Entwicklung von 24 Heilpflanzenarten

Drei nationale Programme zur technologischen Entwicklung von 24 Heilpflanzenarten

Mit Hilfe der Vizepräsidentschaft für Wissenschaft und Technologie wurden drei nationale Programme zur technologischen Entwicklung von 24 Heilpflanzenarten ausgearbeitet.

Zu den Kräutern, die im Rahmen der nationalen 10-Jahrespläne geerntet werden, gehören Kamille, Bohnenkraut, Koriander,  Baldrian, Damaszenerrose, Cucurbita Pepo, Thymian, Ysop, Minze, Persischer Kreuzkümmel, Estragon, Schwarzer Sonnenhut, Hypericum perforatum, Rosmarin, Mariendistel, Melisse, Ringelblume, Passionsblumen, Majoran, Safran, Salbei, Aloe Vera, Fenchel sowie Hibiskustee. Dabei werden im Land jährlich rund 83.000 Tonnen Heilpflanzen konsumiert.

Zu den landwirtschaftlichen Potenzialen des Iran zählen Heilpflanzen, denen bislang wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Obwohl von den 8.000 Pflanzenarten des Landes mehr als 2.500 Arten als Heilpflanzen klassifiziert werden, hat die Forschung der letzten zehn Jahre nur einen kleinen Prozentsatz des Bedarfs auf diesem Gebiet gedeckt. Neben einem geeigneten Saatgut und gesunde Pflanzenorgane erweisen sich auch die Vorbereitung und Durchführung von Forschungsvorhaben und –projekten schwierig. Durch die Festlegung von drei nationalen Programmen sollen diese Lücken nun geschlossen und 24 Heilpflanzenarten im Land geerntet werden.

Bisher sind weltweit etwa 30.000 Pflanzenarten bekannt. Während Heilpflanzen ein Drittel der in menschlichen Gesellschaften verwendeten Medikamente ausmachen, beträgt der Anteil des Welthandels mit diesen Produkten etwa 124 Milliarden US-Dollar. Der Anteil des Iran liegt bei 570 Millionen US-Dollar. Pro Kopf werden im Iran ca. ein Kilogramm getrocknete Pflanzen verbraucht.

Der Beamte des Landwirtschaftsministeriums, Hossein Zeynali, sagte 2019, dass aktuell auf ca. 224.000 Hektar Fläche Heilkräuter angebaut werden. Der Fokus liegt auf Heilpflanzen wie Safran, Rosmarin sowie persischer Kreuzkümmel.

Hier gelangen Sie zu dem Original-Artikel „National programs to develop 24 species of medicinal plants“ der Tehran Times vom 01.09.2021.