„Der persische Stolz“ von Katajun Amirpur

„Der persische Stolz“ von Katajun Amirpur

In ihrem Gastbeitrag „Der persische Stolz“, der am 21.01.2020 in der Süddeutschen Zeitung erschien, geht die deutsch-iranische Journalistin und Professorin für Islamwissenschaft am Orientalischen Seminar der Universität Köln Katajun Amirpur auf den kulturellen Nationalismus der Iraner ein. Obwohl die Bevölkerung unzufrieden mit dem Revolutionsregime sei, ist ihnen (…)“jede iranische Regierung lieber als eine Einmischung von außen“. Die Iraner blicken mit Stolz auf eine jahrtausendalte Geschichte zurück, die geprägt ist von wichtigen Autoritäten und verschiedenen bedeutsamen Ereignissen wie beispielsweise der Islamischen Revolution von 1978/79. Und auch wenn die Iraner im eigenen Land verschiedene Sprachen sprechen und Teil unterschiedlicher ethnischer Gruppen sind, verbindet sie doch eines: „Das Bewusstsein als Kulturnation – die Aversion gegen Einmischung von außen“. Die Menschen sträuben sich gegen das Fremde und kämpfen bereits seit Jahrhunderten gegen äußere Eroberungsversuche. Stattdessen bevorzugen lieber das Eigene, auch wenn sie selbst mit den Zuständen in ihrem Land nicht immer einverstanden sind. Verbunden fühlen sich die Menschen auch durch ihre Sprache, die für sie einen besonders „melodischen und majestätischen“ Ausdruck habe und allen anderen Sprachen der Welt vorgezogen wird. Und da sich die Sprache im Allgemeinen während der letzten Jahrhunderte nicht wesentlich verändert hat, verstehen die Iraner problemlos auch literarische Werke, die bereits 1000 Jahre alt sind.

Hier gelangen Sie zum Original-Artikel „Der persische Stolz“ von Katajun Amirpur aus der Süddeutschen Zeitung vom 21.01.2020.

Informationen zur Professorin Katajun Amirpur finden Sie auch auf der Website der Universität zu Köln.