Zementfabrik zerstört Kaspische Wälder

Die Kaspischen, hyrcanischen Wälder, die sich in der Nähe der südlichen Küste des Kaspischen Meeres und im Norden Irans befinden, werden von Aktivisten als ökologische Schätze angesehen, da sie eine hohe Biodervisität aufweisen, die in der Region unzureichend ist.  Aus diesem Grund möchte der Iran die Wälder für die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes im Jahr 2018 nominieren. Genau dieser Wunsch könnte allerdings zunichte gemacht werden: So befindet sich in der Nähe der kleinen Stadt Neka, in der Provinz Māzandarān eine Zementfabrik, durch die es bereits zu einer massiven Abholzung des Waldes kam. Die Fabrik produziert bereits seit 1981 und zählt zu den größten Exporteuren von Zement innerhalb des Landes. Seit dieser Zeit ist allerdings auch ein immer deutlicherer Abbau der Waldgebiete zu erkennen. So wurden Satellitenbilder aus den Jahren 1985 und 2016 miteinander verglichen, auf denen deutlich zu erkennen ist, dass der Waldbereich um die Fabrik herum immer mehr vernichtet wurde. Die Entwaldung betrage demnach bereits 160 Hektar, was der Größe von 224 Fußballfeldern entspreche. Die Firma zeigt sich wenig überrascht und stellt die Entwaldung als einen natürlichen Vorgang dar. Im Januar verabschiedete das Parlament nun ein Gesetz, das die Abholzung in den Kaspischen Wäldern für zehn Jahre lang verbietet, sodass sich diese erholen können.

Den vollständigen Artikel „Caspian Forests Destroyed by Cement Factory“ aus der Financial Tribune vom 20.06.2017 können Sie hier nachlesen.