Teheran – eine pulsierende Hauptstadt

Teheran oder auch Tehran ist die Hauptstadt des Iran, und das erst seit ungefähr 220 Jahren. Erst Agha Mohammad Khan, Begründer der Khadjaren Dynastie, hat sie um 1796 zur Hauptstadt gemacht. Es wird angenommen, dass Teheran bis dahin als Provinzstadt nur etwa 15.000 Einwohner zählte. Im Laufe der jahrtausendealten Geschichte hatte es mehrere Hauptstädte der damaligen Reiche gegeben, einige davon sehen wir heute als kleinere Städte, wie z.B. Rey, ganz in der Nähe von Teheran, Sari und Ghazwin, alle in der Nähe Teherans. Andere Städte sind uns eher bekannt, wie z.B. Isfahan, Shiraz, oder Pasargade und Persepolis, wenn wir weit zurückblicken.

Teheran, die Metropolregion

Teheran, und da sollte man vielleicht besser an den Raum Teherans denken, hat heute zwischen 12 und 14 Millionen Einwohner, also etwa 20 Prozent der Menschen des Landes in der Metropolregion. Das muss man sich mal vorstellen. Ende der 60er Jahre waren es noch ca. 4,5 Milllionen. Keraj, nur ca. 40 Kilometer von Teheran entfernt, war ehemals eine relativ kleine Ortschaft im Grünen . Dort hatte, wer sich das leisten konnte, seinen Sommersitz, um der Großstadt entfliehen zu können. Heutzutage ist Keraj mit ca. 1 Mio Einwohnern die fünftgrößte Stadt des Iran. Der Autoverkehr sucht seinesgleichen auf der Welt. Man kann sich kaum vorstellen, dass man in diesem Durcheinander sein Ziel heil erreichen kann, aber es funktioniet, wenn auch nach den Teheraner Gepflogenheiten, die einem aber erst einam klar werden müssen. Wer vorne ist hat Vorfahrt ist eine Regel, eine andere: Fußgänger werden grundsätzlich geschont. Teheran hat ein gut ausgebautes Straßennetz und über 600 km Stadtautobahnen, nicht immer kreuzungsfrei, aber zum Teil 6- und 8-spurig. Breite Straßen als Fußgänger zu überqueren ist jedesmal eine Mutprobe, aber man kann es lernen, unfallfrei.

Video mit Bildern vom Tajrish Platz

Teheran – Berge und Klima

Zur Beschreibung der Lage Teherans gehört die Bergkette des Elburs- oder auch Alborzgebirges im Norden, an deren Hängen sich die Stadt ausgebreitet hat. Shemiran im Norden der Stadt, früher ein eigener Ort, ist heutzutage Teil der Stadt geworden. Das ist der Bereich an den Bergen, wohin es die Städter besonders im Sommer zieht, denn dort im höher gelegenen Teil ist es wesentlich kühler und die Luft reiner ist als in der heißen Stadt. Teheran liegt ca. 1200 bis 1500 m über dem Meeresspiegel. Die Gipfel der Bergkette haben eine Höhe von bis zu 3300 Metern und prägen damit das Stadtbild. Der Demavand in ca. 60 km Entfernung im Osten der Stadt, ist mit seinen ca. 5600 Metern der höchste Berg des Iran, ein erloschener Vulkan. Der letzter Ausbruch liegt lange zurück. Detaillierte Informationen über alle Vulkane in Iran gibt es auch bei Wikipedia.

Im Norden der Stadt liegt der Stadtteil Darband, der ein beliebtes Ausflugsziel in der Region ist. Von hier aus kann man den Totschāl erklimmen. Auf dem Friedhof des ehemaligen Dorfes sind viele iranische Künstler bestattet.

Video mit Eindrücken aus Darband

Teheran – Der Demavand, mein persönlicher Favorit

Mein Hotelzimmer muss immer den Blick auf diesen majestätischen Berg erlauben. Füh morgens ist er meistens zu sehen, wenn es noch klar ist und das Leben in der Stadt erst erwacht. Später ist der Blick getrübt, denn Verkehr, Gewerbe und die Thermik führen zu einer Luftverschmutzung, die bei fehlenden Winden auch schon mal zu Problemen führen kann.

Dieses sind so einige persönliche Erinnerungen:
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Teheran und die Kultur

Teheran ist vor allem auch kulturell eine höchst lebendige Stadt mit bewegter Geschichte. Ungemein vielseitige Architektur, unzählige Theater, wunderschöne Museen, weltweit bekannte Universitäten sind Zeugen davon – in dieser Stadt gibt es soviel zu entdecken.

Videos über Teheran

Hier haben wir einige Videos zusammengestellt, die das Leben in der quirligen iranischen Hauptstadt auf unterschiedliche Arten zeigen:

Ob vielzählige aufwändige Gebäude oder beeindruckende Landschaften, hochmoderne Einkaufszentren oder klassische Museen – Teheran ist durchzogen von vielfältiger Architektur und voller bunter Facetten. Auf Theaterbühnen wird das Publikum unterhalten, auf Weltbühnen sind iranische Musiker zu finden. Lassen Sie sich mitreißen von der künstlerischen Ader dieser Millionenstadt.

 

Die Hauptstadt des Irans ist auch eine Stadt der Genüsse, in der es neben Gebäck, frischen Säften und Obst noch viele weitere köstliche Spezialitäten auf den Straßen gibt. Die Menschen genießen das Stadtleben, bummeln durch Märkte und Geschäften oder besuchen das Kino

 

Neben heißen Sandwüsten ist der Iran auch von Schneelandschaften umgeben, die faszinierende Bilder mit sich bringen.

 

Und auch der Verkehr in Teheran ist nicht zu unterschätzen, denn auf den Straßen ist immer etwas los. Auf der Fahrt gibt es vieles zu entdecken, wie monumentale Gebäude oder einfache Geschäfte an den Straßenecken.

Und was ist hinter den Bergen?

Was erwartet einen Neugierigen auf der anderen Seite dieses mächtigen Gebirgszuges? Das Kaspische Meer, mi ca. 386.000 km2 der größte Binnensee der Welt, das an mehrere Ländern grenzt (Azerbaidschan, Iran, Kasachstan, Russland, Turkmenistan ), die auch alle ihre Interessen zu wahren versuchen, denn unter dem Kaspischen Meer gibt es große Vorkommren von Öl und Gas. Kein Wunder, dass die Anrainer Ihre Interessen haben, und, was auch eine Tatsache und nahezu selbstverständlich ist, die großen Mächte und die Energiegesellschaften sind mit im Spiel.

Bleiben wir aber noch bei dem, was wir sehen können. Das ist die große Überraschung bei der ersten Überquerung des Gebirges. Nach den Gebirgspässen, sozusagen auf der anderen Seite, ein ganz anderes Klima, und…. plötzlich alles grün!!!

Flusstäler, Reisfelder, Laubwald wie bei uns. Da fahren die Teheraner so gerne hin, besonders an den Wochenenden. Da werden manche Strecken einfach zu Einbahnstraßen gemacht – Mittwoch Nachmittag  alle hin und Freitag Nachmittag alle wieder zurück…..Ein bisschen hektisch und wild ist der Verkehr dann schon.

Wer noch etwas mehr über das Kaspische Meer erfahren möchte, z. B. bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Kaspisches_Meer