Artikel getaggt mit "Iranische Kultur in Deutschland"

Navid Kermani erhält Friedenspreis

Navid Kermani erhält Friedenspreis

Der deutsch-iranische Schriftsteller und Islam-Wissenschaftler Navid Kermani ist mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2015 ausgezeichnet worden. Dabei wurde vor allem gelobt, dass Kermani sich aktiv für das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Kulturen engagiere. Kermani vermittelt zwischen Orient und Okzident Als der habilitierte Orientalist von der Preisverleihung erfuhr, führte er nicht etwa Interviews, sondern ging auf Europareise, um dort Recherchearbeiten zu betreiben. Er schmückt sich nicht mit dem Ruhm, der ihm entgegen gebracht wird, sondern bleibt auf dem Boden und engagiert sich, wo er nur kann. Es freue ihn aber besonders, dass er die Auszeichnung auch für seine Reportagen erhalten habe, denn Lesen sei für ihn genauso von Relevanz wie das Schreiben. Gerade in seinen Reportagen aus Krisengebieten des Nahen und Mittleren Ostens verweise er auf die Würde eines jeden Menschen und zollt den Religionen und Kulturen verschiedener Gesellschaften Respekt.Kermani setzt sich für eine offene europäische Gesellschaft ein, die Unterstützung und Schutz für Flüchtlinge entgegenbringt. In dem Zusammenhang rief er in einer Rede vor dem Bundestag anlässlich des 65. Geburtstages des Grundgesetzes zu einer großzügigeren Flüchtlingspolitik auf. Auch Außenminister Frank Walter Steinmeier lobt den Orientalisten und sieht in ihm ein Verbindungsglied von Orient und Okzident. Dank Kermani werde ein besseres Verständnis von anderen Kulturen ermöglicht und die Sichtweise der Menschen auf sich selbst verändert. Er setzt ein Zeichen für den Frieden Bei der Entgegennahme des Friedenspreises betonte er, dass der Krieg in Syrien und im Irak beendet werden müsse und appellierte an die Menschen, diese Zustände nicht länger...

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Autorentage mit Navid Kermani

Autorentage mit Navid Kermani

Vom 23.-25.Oktober 2015 finden die Internationalen Autorentage im Robert-Koepke-Haus in Schieder-Schwalenberg statt. Im Fokus steht dabei der deutsch-iranische Schriftsteller und Publizist Navid Kermani. Er wird u.a. Lesungen über seinen ersten Besuch in Afghanistan 2006 halten und über seine Reise in diese „beunruhigende Welt“ berichten. Außerdem ist sein neuestes Werk „Ungläubiges Staunen“, das es bis auf Platz 4 der Spiegel-Bestseller Liste geschafft hat, Thema der Autorentage. Kermani beschreibt die Schönheit der christlichen Bildkunst Gegenstand des Romans ist die christliche Kunst und Bilderwelt. Navid Kermani versucht den Leser dazu zu bewegen, durch die Bilder alter Meister wie Botticelli, Caravaggio oder Rembrandt die Fragen der heutigen Existenz zu erkennen. Der gläubige Moslem begeistert für die christliche Bilderfülle und macht dem Christentum mit seinem Werk eine ganz persönliche Liebeserklärung. Der habilitierte Orientalist und Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung hat bisher mehr als 20 Publikationen veröffentlicht und zahlreiche Auszeichnungen wie die Buber-Rosenzweig-Medaille, den Kleist-Preis, den Hannah-Arendt-Preis sowie zuletzt den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhalten. In der Öffentlichkeit und Presse wird er als „westlicher Intellektueller“ beschrieben, der ein großes Engagement für Menschenrechte besitzt und Mystik und Transzendenz in seinen Werken zum Ausdruck kommen lässt. Neben Navid Kermani dürfen sich die Besucher u.a. auf den iranischen Philosophen Abdolkarim Soroush freuen, der am Samstag, den 24. Oktober Gedichte der beiden Mystiker Ibn‘ Arabi und Dschalal ad-Din Rumi vortragen und damit die persisch-islamische Mystik des 13. Jahrhunderts zum Gegenstand machen wird. Soroush gehört zu den bedeutendsten Reformdenkern des heutigen Islams und hat eine liberale Einstellung zum...

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Persien-Oper in Bremen

Persien-Oper in Bremen

„Sehnsucht nach Isfahan“ heißt eine Stadtteil – Oper, die Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen auf dem „Grünen Hügel“ im Stadtteil Osterholz-Tenever zeigt – gemeinsam mit den Bewohnern des Quartiers. Aufführungen sind für den 8. und 9. Oktober 2015 geplant. Das Zukunftslabor der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen entwickelt jährlich für jedes Land eine eigene Stadtteil-Oper. Dabei setzt das Zukunftslabor auf die Entwicklung individueller Potenziale mit der Hilfe von Musik.  In diesem Jahr steht Persien im Fokus und dabei ist ein spannendes Projekt aus Bremen Osterholz-Tenever entstanden: „Sehnsucht nach Isfahan“. Die Geschichte handelt von dem Universalgelehrten Ibn Sina, der vor ca. 1000 Jahren in Persien lebte. Er strebte an, in Frieden forschen und lernen zu können. Er musste Sandstürme, Hinterhalte und Gefängnisstrafen für sein Ziel in Kauf nehmen, doch Ibn Sina gelang es trotzdem, Bücher über Medizin, Astronomie, Religion und Philosophie zu verfassen. Zudem hatte er eine große Leidenschaft für die Musik. Er beschäftigte sich als einer der ersten Gelehrten überhaupt mit der Wirkung von Musik auf den menschlichen Körper und vertrat in dem Zusammenhang die Ansicht, dass das Glück eine maßgebende Bedeutung für die Gesundheit habe. Stadtteil-Oper erzählt jahrtausendalte, persische Geschichte neu Die Stadtteil-Oper lässt diese alte, verzaubernde und fantastische Geschichte wieder aufleben und taucht ein, in die jahrtausendalte Welt Persiens. Sie bringt die unterschiedlichsten Menschen zusammen, die allesamt ihren Stadtteil mitgestalten und entscheiden, was ihn ausmacht. Die Bewohner „geben dem Stadtteil ein Gesicht“. Das Projekt findet dieses Mal in Bremens Stadtteil Osterholz-Tenever statt, in dem die „größten sozialen Herausforderungen“ und die höchste Kinderarmut herrschen....

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Iranische Gemeinde in Deutschland e.V.

Iranische Gemeinde in Deutschland e.V.

Die 2010 ins Leben gerufene „Iranische Gemeinde in Deutschland e.V.“ setzt sich dafür ein, die Interessen der hier lebenden Iraner und Iranerinnen zu fördern und hilft ihnen bei der Mitwirkung auf das wirtschaftliche, soziale, kulturelle und politische Leben in Deutschland. Dabei spielt die ethnische, religiöse und politische Zugehörigkeit der Iraner keine Rolle. Jeder wird unterstützt und die Gemeinschaft dadurch gestärkt. Großes Engagement im kulturellen und sozialen Bereich Die Tätigkeiten der Iranischen Gemeinde erstrecken sich über mehrere Bereiche. Die Gemeinde führt seit 2012 festliche Veranstaltungen zum iranischen Neujahr unter dem Namen „Nowruz“-Festival in Berlin durch. In dem Zusammenhang arbeitete sie auch mit mehreren iranischen Vereinen, u.a. „Verein Iranischer Naturwissenschaftler und Ingenieure in Deutschland e.V“. „Interessengemeinschaft Iranischer Taxiunternehmen Berlin“, „Deutsch-Iranischer Freundschaftsverein e.V.“ und „Andischeh e.V.“ zusammen. Des Weiteren ist die Gemeinde auch im kulturellen und sozialen Bereich aktiv, erstellt Beiträge zur iranischen Kunst und Kultur und informiert zudem über Emigration, Integration und Partizipation. Viel Wert auf Kommunikation Für die Erhöhung ihrer Reichweite und zur Förderung der Kommunikation wird ebenfalls großen Wert auf  Öffentlichkeitsarbeit und Social Media gelegt. Aktuell zählt die Gemeinde rund 170 Mitglieder, die durch Newsletter und Pressemitteilungen Informationen zu Veranstaltungen und interessanten Themen erhalten. Das Facebook-Profil der Iranischen Gemeinde in Deutschland ermöglicht den Iranern und allen Iran-Interessierten in Deutschland einen gegenseitigen Austausch und Unterstützung. Der Gemeinde will als Ansprechpartner für sie fungieren und ihnen sowohl Fragen beantworten als auch bei der Bildung von Kontakten helfen. Bericht der Iranischen Gemeinde in Deutschland über den Visumsvergabeprozess der deutschen Botschaft in Teheran Die Iranische Gemeinde in Deutschland...

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Porträt: Dr. phil. Keyghobad Yazdani

Porträt: Dr. phil. Keyghobad Yazdani

Herr Dr. Keyghobad Yazdani gehört zu den Persönlichkeiten, die sich nachhaltig für Integration und Kulturaustausch engagieren – und er gehört zu denen, die bei Iran-Wissen vorgestellt werden. Dr. phil. Keyghobad Yazdani wurde 1958 in einem kleinen Dorf im Nordiran geboren. Er studierte im Iran Lehramt und war hinterher auch als Lehrer tätig. Von 1980-1982 gründete er den „Verein der Lehrer in Ghaemshahr“ (Iran) mit und fungierte dort als Vorsitzender. In dieser Zeit beteiligte er sich ebenfalls an der Gründung der ersten „Straßentheatergruppe“ in Ghaemshahr. Ende 1985 war Yazdani aus politischen Gründen dazu gezwungen, sein Heimatland zu verlassen und entschied sich für ein Leben in Bremen, Deutschland. Dort war er von 1986-1989 Mitbegründer des „Vereins der Iraner in Bremen“. Er absolvierte 1991 zudem eine Ausbildung als „Kommunikationsprogrammierer“ beim Control Data Institut in Bremen und war danach für mehrere Jahre als EDV-Dozent und Sachbearbeiter im EDV-Bereich tätig. Seit 1991 arbeitet er außerdem als freier Dozent für Deutschkurse für Ausländer (seit 2005 Integrationskurse) an verschiedenen Sprachinstitutionen in Bremen, u.a. beim katholischen Bildungswerk, bei der VHS-Bremen und beim Kulturzentrum Lagerhaus. Soziales Engagement Neben seinen beruflichen Tätigkeiten engagiert sich Yazdani vor allem im sozialen Bereich und geht ehrenamtlichen Aktivitäten nach. So führt er bis heute Projekte und Seminare zu interkulturellen Themen durch. Von 1996 -1998 agierte er z.B. als Märchenerzähler im Rahmen der interkulturellen Projekte in Bremen und inszenierte u.a. 2001 das persische Märchen „Die Kürbisprinzessin und der rollende Kürbis“ mit Schulkindern in einer Grundschule in Oyten (Niedersachsen). Ferner arrangierte er 2008 das deutsch-persische Märchen „Hassan...

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