Artikel getaggt mit "Film"

Oscar für den iranischen Film „The Salesman“

Oscar für den iranischen Film „The Salesman“

Der iranische Filmemacher Asghar Farhadi ist bei der Oscar-Verleihung 2017 mit seinem Werk „The Salesman“ ausgezeichnet worden. Er bekam den Oscar in der Kategorie „Bester ausländischer Film“.   Da Farhadi aus persönlichen Gründen nicht an der Verleihung teilnahm, wurde er von den zwei iranischen-amerikanischen Eliten Anousheh Ansari und dem Professor Firouz Naderi vertreten. In einer aufgezeichneten Rede bedankte sich Farhadi für seinen Oscar und richtete seine Dankesrede an die Mitglieder der Akademie, seinem Team in Iran sowie seinem Produzenten und den anderen Nominierten. Als Grund für sein Nicht-Erscheinen benannte der Filmemacher die aktuelle Einwanderungspolitik in den USA unter der Führung von Präsident Trump. Mit dem Film „The Salesman“ erhielt Farhadi den zweiten Oscar in seiner bisherigen Karriere.  Das Drama erzählt dabei die Geschichte des jungen Paares Emad und Rana, beide Mitglieder einer Theatergruppe, die nach einem überstürzten Verlassen ihres Zuhauses in einer durch ihren Freund Babak vermittelten Wohnung Unterschlupf finden, in der vorher eine Prostituierte lebte. Eines Tages wird Rana in der Wohnung von einem ihr unbekannten Mann angegriffen und schwer verletzt. Ihr Mann Emad versucht daraufhin, den Täter ausfindig zu machen und entlarvt dabei seinen Schwiegervater als Angreifer. Als dieser allerdings klarstellt, dass es sich um ein Versehen handelt und das Attentat eigentlich der Prostituierten galt, steht ein dunkles Familiengeheimnis vor der Aufklärung. So will Emad die Familie über das Verhältnis seines Schwiegervaters zu der Prostituierten in Kenntnis setzen und gerät dabei in einen tiefen Konflikt mit Rana. So berichtet die staatliche IRNA Islamic Republic News Agency am...

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Filmemacher: Abbas Kiarostami

Filmemacher: Abbas Kiarostami

Der wahrscheinlich berühmteste iranische Filmemacher Abbas  Kiarostami ist am 04.07.2016 im Alter von 76 Jahren in Paris gestorben. Sein Tod geht auf eine Krebserkrankung zurück. Er versuchte vergeblich, gegen den Krebs anzukämpfen und ließ sich Anfang des Jahres mehrmals operieren, doch leider verlor er diesen Kampf.   Kiarostami wurde 1940 in Teheran geboren und erhielt zahlreiche Auszeichnungen für seine Filme, wie 1997 die Goldene Palme für „Der Geschmack der Kirsche“ und diverse Auszeichnungen für „Der Wind wird uns tragen“ bei den Filmfestspielen von Venedig im Jahr 1999. Neben seinen Tätigkeiten als Drehbuchautor und Filmregisseur war er auch als Lyriker bekannt. 1999 wurde seine erste Sammlung veröffentlicht, die aus 221 kurzen Texten besteht und 2004 auch auf Deutsch unter dem Namen „In Begleitung des Windes“ erschien. Weitere Informationen zum Leben von Abbas Kiarostami finden Sie hier. Der Spiegel hat ebenfalls einen Artikel über den iranischen Filmemacher...

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Film: Don’t go to Iran

Film: Don’t go to Iran

Der französische Filmemacher und Fotograf “Tolt” drehte einen Kurzfilm mit ironischem Titel: “Don’t go to Iran”. Hier setzt er Vorurteile gegenüber dem Iran verschiedene Filmauschnitte und Szenarien entgegen. Zum Beispiel steht die Behauptung im Raum, dass die iranische Landschaft nur aus Wüsten bestehe und eintönig sei. In seinem Film zeigt Tolt dazu eine Schneelandschaft, Berge sowie Gewässer. Des Weiteren präsentiert er zu der Aussage, dass die iranische Architektur langweilig und eintönig sei, eindrucksvolle Moscheen mit faszinierenden Verzierungen, bunten Farben und einzigartigen Gebäuden, die alles andere als „basic“ erscheinen. Auch die Auslegung, die Iraner seien nicht gebildet, räumt er mit passenden Filmauschnitten aus dem Weg. Der Zuschauer soll sich während und auch nach dem Film fragen, ob er wirklich niemals in den Iran reisen sollte – oder ob das Land nicht doch facettenreich ist, gastfreundliche und vielfältige Menschen beinhaltet und so viel mehr zu bieten hat, als bloß die belanglosen Vorurteile. Weitere Informationen zu „Tolt“ können Sie hier nachlesen. Ergänzendes zum Film „Don’t go to Iran“ finden Sie...

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Green Film Festival in Iran

Green Film Festival in Iran

Nach 10 Jahren Pause findet vom 13.05.-20.05.2016 das 5. Internationale „Green Film Festival“ in Iran statt. Die Eröffnung war am Freitag, den 13.05. im Tehran’s Felestin Cinema mit der Vorstellung von ‚Terra‘, das von dem französischen Filmemacher und Umweltschützer Yann Arthus-Bertrand produziert wurde. Zu Wort kamen auch der Organisator des Festivals Farhad Tohidi sowie der Vize-Präsident und Spitze des Department of Environment Masoumeh Ebtekar und der deutsche Leiter des Green Me Global Festivals Nicolai Niemann, der auch ein Jurymitglied des Events ist. Die Filme werden im Felestin Cinema und Saba Artistic Cultural Center vorgeführt. Die Veranstalter des Department of Environment wollen die Öffentlichkeit mit dem Festival und mit Hilfe der künstlerischen Ausdrücke auf die Wichtigkeit des Umweltschutzes aufmerksam machen. Ein weiteres Ziel des Festivals besteht darin, dass Künstler und Gesellschaft enger an einem Strang für den Umweltschutz ziehen sollen. Das Festival wird insgesamt Filme aus 41 verschiedenen Ländern zeigen, u.a. Kurzfilme, Dokumentationen und Animationen. Weitere detaillierte Informationen zum Green Film Festival in Iran finden Sie im Originalartikel “ Green Film Festival Opens After 10 Years“ der Financial Tribune vom...

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Iran-Film in deutschen Kinos

Iran-Film in deutschen Kinos

Dieses Jahr war es wieder so weit: Vom 05. bis 15.02.2015 fanden die 65. Internationalen Filmfestspiele in Berlin statt. Auf der Berlinale wurden wie jedes Jahr wieder rund 400 Filme sämtlicher Genres gezeigt und sowohl Europa- als auch Weltpremieren waren vertreten. Darunter auch das iranische Filmdrama „Taxi“ vom Regisseur Jafar Panahi. Die komplette Handlung des Films findet ausschließlich in einem Taxi statt, das von Jafar Panahi persönlich durch die Straßen Teherans gefahren wird. Das Taxi wird von verschiedenen Fahrgästen besucht, die Panahi allesamt interviewt. Sie werden darum gebeten, ihre Gedanken über Gott und die Welt zu äußern, sodass Panahi sehr viel über das Alltagsleben und die iranischen Verhältnisse der Menschen erfährt. Es gibt sowohl positive, erheiternde Erfahrungen, als auch dramatische Einblicke. Dabei werden Themen der Zensur und Unterdrückung angesprochen, aber auch von Loyalität und Freundschaft sei die Rede. Heimliche Dreharbeiten Das Taxi ist mit drei Minikameras ausgestattet gewesen, die es ermöglichten, dass der Film heimlich gedreht werden konnte. Heimlich deshalb, weil Panahi eigentlich gar nicht mehr als Regisseur arbeiten darf. Der Film wurde mit dem ausgezeichnet, der Preis jedoch von Panahis Nichte Hanna Saeidi entgegengenommen, da ihm ein Ausreiseverbot aus dem Iran auferlegt wurde. Der 54-jährige Regisseur, der in den 1980 er Jahren ein Studium der Film- und Fernsehregie in Teheran absolvierte, erhielt bereits zahlreiche Auszeichnungen für seine Werke. Schon sein Debütfilm  wurde 1995 bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes mit der ausgezeichnet. Seinen größten Erfolg verzeichnete er mit dem Film, für den er den  bei den Internationalen Filmfestspielen...

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