Artikel getaggt mit "Brücken bauen"

Barbara Naziri: Brücken bauen

Barbara Naziri: Brücken bauen

Barbara Naziri steht für die Verbindungen zwischen Deutschland und dem Iran. Als Tochter einer deutsch-dänischen Mutter und eines iranischen Vaters wuchs sie in Norddeutschland auf. Sie bezeichnet sich gerne „als Pflanze mit yiddischen Wurzeln in persischer Erde, Blütestandort Norddeutschland“. Schon im Kindsalter entdeckte sie ihre Leidenschaft für das Schreiben. Viele Emotionen und Ausdrücke steckte sie in ihre Geschichten und wollte die Menschen damit bewegen. Naziri wuchs behütet und beschützt auf und beschreibt ihre Kindheit als eine „wunderbare“. Dass es nicht überall so harmonisch zugehe, war der Halb-Iranerin schon früh bewusst und daher befasste sie sich in ihrer zweiten Heimat Iran mit den Schicksalen der Flüchtlinge. Geprägt von diesen Erlebnissen wurde sie Menschenrechtsaktivistin und Gründungsmitglied beim Hamburger Flüchtlingsrat. Des Weiteren hilft sie der weltweiten Vereinigung „Madarane Iran“, die öffentlich über Zustände, wie iranische trauernde Mütter, deren Kinder ermordet oder verschwunden sind, berichten.Das Ziel der Schriftstellerin bestehe darin, iranische Gruppen zu vereinigen, die sich für Freiheit und Demokratie im Iran engagieren. Naziri betreibt außerdem eine eigene Website, den „Literaturgarten der Aramesh“. Buchempfehlung Das wohl bekannteste und eindrucksvollste Werk von Barbara Naziri heißt „Grüner Himmel über schwarzen Tulpen. Ein west-östlicher Blick hinter den Schleier Irans“ (erschienen im Göttert Verlag, 422 Seiten), mit dem sie eine Brücke zwischen deutscher und iranischer Kultur schaffen will. Grundsätzlich möchte die Autorin das verdrehte Bild, das die westliche Kultur von dem Jahrtausend altem Land hat, richtig stellen. So vermittelt sie dem Leser Eindrücke zu den unterschiedlichsten Menschen verschiedener Herkunft, die allesamt in Harmonie und Frieden leben wollen....

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Porträt: Dr. phil. Keyghobad Yazdani

Porträt: Dr. phil. Keyghobad Yazdani

Herr Dr. Keyghobad Yazdani gehört zu den Persönlichkeiten, die sich nachhaltig für Integration und Kulturaustausch engagieren – und er gehört zu denen, die bei Iran-Wissen vorgestellt werden. Dr. phil. Keyghobad Yazdani wurde 1958 in einem kleinen Dorf im Nordiran geboren. Er studierte im Iran Lehramt und war hinterher auch als Lehrer tätig. Von 1980-1982 gründete er den „Verein der Lehrer in Ghaemshahr“ (Iran) mit und fungierte dort als Vorsitzender. In dieser Zeit beteiligte er sich ebenfalls an der Gründung der ersten „Straßentheatergruppe“ in Ghaemshahr. Ende 1985 war Yazdani aus politischen Gründen dazu gezwungen, sein Heimatland zu verlassen und entschied sich für ein Leben in Bremen, Deutschland. Dort war er von 1986-1989 Mitbegründer des „Vereins der Iraner in Bremen“. Er absolvierte 1991 zudem eine Ausbildung als „Kommunikationsprogrammierer“ beim Control Data Institut in Bremen und war danach für mehrere Jahre als EDV-Dozent und Sachbearbeiter im EDV-Bereich tätig. Seit 1991 arbeitet er außerdem als freier Dozent für Deutschkurse für Ausländer (seit 2005 Integrationskurse) an verschiedenen Sprachinstitutionen in Bremen, u.a. beim katholischen Bildungswerk, bei der VHS-Bremen und beim Kulturzentrum Lagerhaus. Soziales Engagement Neben seinen beruflichen Tätigkeiten engagiert sich Yazdani vor allem im sozialen Bereich und geht ehrenamtlichen Aktivitäten nach. So führt er bis heute Projekte und Seminare zu interkulturellen Themen durch. Von 1996 -1998 agierte er z.B. als Märchenerzähler im Rahmen der interkulturellen Projekte in Bremen und inszenierte u.a. 2001 das persische Märchen „Die Kürbisprinzessin und der rollende Kürbis“ mit Schulkindern in einer Grundschule in Oyten (Niedersachsen). Ferner arrangierte er 2008 das deutsch-persische Märchen „Hassan...

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Ali Ghazanfari liest

Ali Ghazanfari liest

Ali Ghazanfari  aus Teheran ist einer der renommiertesten iranischen Dichter. Er liest am 28. April 2015 um 19 Uhr im schleswig-holsteinischen Ladelund aus seinen Gedichtbänden „Und auch die Steine reden“ sowie „Falsche Züge“. Ghazanfari hat deutschsprachige und persische Gedichtbände sowie Romane und Kurzgeschichten verfasst. 2008 wurde seine Farsi-Übersetzung von Friedrich Schillers Theaterstück Turandot vom Haus der Literaten in Iran als Buch des Jahres ausgezeichnet. Er übersetzte klassische persische Dichter wie Hafez, Saadi und Rumi ins Deutsche. 2014 legte er sein Mammutwerk für Leser in Iran vor: die zweisprachige deutsch-persische Anthologie „Deutsche Lyrik von den Anfängen bis zur Gegenwart“. Wie ein roter Faden ziehen sich durch seine Gedichte immer wieder die Themen Frieden, Freundschaft und Liebe. Mit seinen teilweise melancholischen, nachdenklich stimmenden und geistreichen Gedichten und Wortspielen und Erzählungen trifft er mitten ins Herz des Lesers. Geschäftsmann als Brückenbauer Geboren in Shemiran/Iran machte Ghazanfari sein Abitur in Teheran und studierte anschließend in Frankfurt sowie Berlin Mineralogie und Eisenhüttenkunde. Nach dem Studium kehrte er in seine Heimat zurück, war u. a. Geschäftsführer bei Thyssen-Krupp und heute bei Bergrohr Iran. Nach dem Motto Wandel durch Handel versteht er sich auch als Geschäftsmann als Brückenbauer zwischen Orient und Okzident in der Hoffnung, dass Fremdsein in den Köpfen auch abgebaut wird durch Begegnungen der Menschen auf wirtschaftlichem Gebiet. Auch als Schriftsteller und Dichter geht es ihm stets um die Begegnung der Kulturen und um Völkerverständigung – und er macht deutlich, wie wichtig es insbesondere in einer globalisierten Welt ist, Mauern nieder zu reißen, einander die...

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Porträt: Manfred Grüter

Porträt: Manfred Grüter

Er ist seit mehr als 10 Jahren im interkulturellen Dialog tätig und hat das Projekt Jugend im Dialog – Austausch der Kulturen an der Berliner UNESCO-Projektschule Königin-Luise-Stiftung ins Leben gerufen: Manfred Grüter. Ziel dieses Projekts ist der Abbau von Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus durch Kennenlernen und Erfahren anderer Kulturen. Einzigartig in Europa sind die von Grüter initiierten Dialogprojekte zwischen Lehrern und Schülern aus Deutschland und Iran, die in der Zivilbevölkerung beider Länder Anerkennung und Respekt gefunden haben. Die themenbezogenen Projekte (Erforschung deutsch-iranischer Lebenswege 2006, deutsch/iranische Lehrerkonferenz 2008 in Berlin und 2009 in Teheran, deutsch/iranische Märchenworkshops in Isfahan und Berlin) und die Begleitung von Schülern zu den Betriebspraktika führen ihn seit 2003 mehrmals jährlich nach Iran. In Berlin wurde von ihm die Kolloquiumsreihe Kamingespräche angeboten, in der Interessierte sich mit Referenten aus Wissenschaft und Politik austauschen konnten – zu Themen des Dialogs mit der islamischen Welt. Auch im Ruhestand engagiert Zusammen mit der jüdischen Gemeinde in Berlin wurden von ihm Zeitzeugengespräche sowie Stadtspaziergänge für Schüler, Eltern und Delegierte an einer Jahrestagung der UNESCO Projektschulen durch die Spandauer Vorstadt organisiert. Außerdem wurden Partnerschaften zu Schulen in Malta, Slowenien und Lettland aufgebaut. Botschafter und Kulturreferenten unterschiedlichster Länder wurden in die Schule eingeladen, um über ihr Land und ihre Kultur mit Schülern, Lehrern und Eltern zu sprechen. Auch im Ruhestand ist Manfred Grüter weiterhin zusammen mit seiner Frau im interkulturellen Dialog engagiert. Seit 2010 ist er Mitglied der Hafis-Gesellschaft Hamburg und dort als Vizepräsident insbesondere mit Kulturprojekten befasst. Beide haben im September 2010 im UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer einen Fotoworkshop mit...

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Goethes Hidschra

Goethes Hidschra

Am 11. Juli fand im Rahmen der Festveranstaltungen zum 100-jährigen Jubiläum der Goethe Universität Frankfurt ein interessanter Abend unter dem Motto „Goethes Hidschra – Reisen in den Orient – Reisen in Texte“ in der Rotunde, Campus Westend statt. Der Abend war gleichzeitig die Finissage einer Kalligraphie-Ausstellung und umfasste außerdem ein Persisches Konzert und einen Vortrag. Veranstalter war die Professur für Religions-wissenschaft, Fachbereich Evangelische Theologie. Mehr zum Programm: Uraufführung der Vertonung von Goethes Gedicht „Hegire” Musikgruppe Saba (Lt. F. Mizani, Hamburg) Vortrag von Saeid Edalatneschad (Teheran): „The Dialogue between West and East: The Phenomenon of Enzyclopaedia“ Mehr Informationen finden Sie...

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