Iranische Buchenwälder und der Steigerwald

By Argooya at the English language Wikipedia, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4371107 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en File-Page: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a0/Ghaleye_Rud_Khan_%2814%29.JPG

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In dem Artikel „Reise in die Vergangenheit des Steigerwalds“ von Martin Müller von den „Nürnberger Nachrichten“ (14.12.2016) wird beschrieben, dass sich bayerische Forstexperten auf eine Reise in die kaspischen Laubwälder des Irans begeben haben. Dort ist der „Hyrcanische Wald“, ein Urwald zwischen den Nordhängen des Elburs-Gebirges und dem Kaspischen Meer zu finden. Die Wälder sind uralt und teilweise noch gänzlich unberührt. Die Forstexperten stellten fest, dass die iranischen Wälder genauso aussehen wie der Steigerwald in Deutschland. So würden die deutschen Buchenwälder ohne Klimawandel und Eingriff des Menschen exakt so sein wie die kaspischen Wälder im Iran.

Seit eineinhalb Jahren gebe es auch eine Forschungskooperation zwischen den Forstexperten und iranischen Kollegen, um ermitteln zu können, woher die deutschen Arten entstammen. Dazu werde die Artenvielfalt erhoben und mit den Wäldern hier verglichen. Die Experten konnten bisher festmachen, dass es in den iranischen Wäldern noch Arten gibt, die hier längst ausgestorben sind und dass die Artenvielfalt im Iran ein insgesamt deutlich breiteres Spektrum aufweist als hier zu Lande.

Obwohl viele Teile der kaspischen Wälder unter Schutz stehen, ermöglicht es ein Ende 2013 festgelegtes Gesetz, dass faules und kaputtes Holz der Wälder vom Menschen genutzt werden darf, was bei den Experten Alarmglocken klingeln lässt. So könnten Arten genauso wie in Deutschland verloren gehen. Um die Artenvielfalt zu schützen, empfehlen sie den iranischen Behörden lieber gesunde und mittelalte Bäume zu verwenden.