Gertrude Bell und der Irak

BellK_218_Gertrude_Bell_in_Iraq_in_1909_age_41Sie ist eine der bedeutendsten Persönlichkeiten für den Mittleren Osten: Gertrude Bell. Wer diese Frau war und wie ihr Leben aussah, haben wir in diesem Beitrag beschrieben.

Aktuell hat der Weser-Kurier diese Persönlichkeit wieder aufgegriffen. So würde man bei der Suche nach dem Grab von Bell die Geschichte des Nahen Ostens durchleuchten müssen. Dabei spielen vor allem die Sykes-Picot-Grenzen eine wichtige Rolle, für deren Errichtung Gertrude Bell vor 100 Jahren sehr bedeutend war. Seitdem führt die Grenze, die zwischen Syrien und Irak liegt und deren Name auf den Briten Sir Mark Sykes und dem Franzosen Francois Georges-Picot zurück zu führen ist, immer wieder zu Konflikten, vor allem, weil bei der Grenzaufteilung ethnische und religiöse Aspekte nicht berücksichtigt wurden. Die beiden Diplomaten waren beauftragt, den Nahen und Mittleren Osten neu zu ordnen, wo auch Gertrude Bell dran beteiligt war. Zudem wirkte sie an der Gründung des Iraks mit.

Ihr Grab befindet sich übrigens im Stadtteil „Bab el-Sher Shi am Ostufer des Tigris. Die Meinung über die gebürtige Engländerin im Irak selbst sei gespalten: So habe sie zwar das kulturelle Erbe des Landes stets gefördert, doch durch ihre Beteiligung an der Grenzziehung seien bis in die heutige Zeit immer wieder schlimme Konflikte entstanden, die Unruhen im Land hervorrufen.

Den vollständigen Artikel „Die Frau, die den Irak schuf“ aus dem Weser Kurier (17.05.2016) können Sie hier nachlesen.