Geschichte

Architekturführer Iran

Architekturführer Iran

Der „Architekturführer Iran“ von Thomas Meyer-Wieser setzt sich mit der persischen Baukultur auseinander und behandelt zudem die Identität der iranisch-islamischen Baukunst. Das Buch enthält ca. 300 Projekte und Bauten  aus Teheran, Isfahan und Shiraz und ist ausgestattet mit 1000 Abbildungen. Die Baukultur des Iran prägten sowohl Architekten in Indien als auch in Zentralasien. Die Stadtkultur des Iran geht auf über 4000 Jahre zurück und machte dabei auch eine architektonische Entwicklung durch. Der Iran befindet sich im Zentrum des Alten Orients, welcher als einer der ältesten Kulturräume weltweit gilt. Damit existiert auch eine umfassende Geschichte zur Architektur des Iran. Thomas Meyer-Wieser präsentiert in seinem Buch auch die persische Gartenarchitektur, die Architektur der iranischen Revolution sowie die der heutigen Islamischen Republik Iran. Schon seit dem 8. Jahrtausend v. Chr. sind übrigens bestehende Bauwerke im Land zu verzeichnen. Das Land bietet zahlreiche architektonische Sehenswürdigkeiten, wie z.B. den Chehel Sotoun Palast in Isfahan, den Niavaran-Palastkomplex in Teheran oder auch den Eskan Tower in Teheran. Den Architekturführer Iran von Thomas Meyer-Wieser können Sie hier erwerben. Weitere detaillierte Informationen zum Buch und Verlag finden Sie hier. In diesem Beitrag finden Sie eine weitere Empfehlung für ein Buch zum Thema Architektur. Weitere Informationen zur Geschichte der persischen Architektur finden Sie hier. Eine Liste mit architektonischen Gebäuden in Iran können Sie sich hier...

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Gertrude Bell und der Irak

Gertrude Bell und der Irak

Sie ist eine der bedeutendsten Persönlichkeiten für den Mittleren Osten: Gertrude Bell. Wer diese Frau war und wie ihr Leben aussah, haben wir in diesem Beitrag beschrieben. Aktuell hat der Weser-Kurier diese Persönlichkeit wieder aufgegriffen. So würde man bei der Suche nach dem Grab von Bell die Geschichte des Nahen Ostens durchleuchten müssen. Dabei spielen vor allem die Sykes-Picot-Grenzen eine wichtige Rolle, für deren Errichtung Gertrude Bell vor 100 Jahren sehr bedeutend war. Seitdem führt die Grenze, die zwischen Syrien und Irak liegt und deren Name auf den Briten Sir Mark Sykes und dem Franzosen Francois Georges-Picot zurück zu führen ist, immer wieder zu Konflikten, vor allem, weil bei der Grenzaufteilung ethnische und religiöse Aspekte nicht berücksichtigt wurden. Die beiden Diplomaten waren beauftragt, den Nahen und Mittleren Osten neu zu ordnen, wo auch Gertrude Bell dran beteiligt war. Zudem wirkte sie an der Gründung des Iraks mit. Ihr Grab befindet sich übrigens im Stadtteil „Bab el-Sher Shi am Ostufer des Tigris. Die Meinung über die gebürtige Engländerin im Irak selbst sei gespalten: So habe sie zwar das kulturelle Erbe des Landes stets gefördert, doch durch ihre Beteiligung an der Grenzziehung seien bis in die heutige Zeit immer wieder schlimme Konflikte entstanden, die Unruhen im Land hervorrufen. Den vollständigen Artikel „Die Frau, die den Irak schuf“ aus dem Weser Kurier (17.05.2016) können Sie hier...

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Persönlichkeit: Ernst Herzfeld

Persönlichkeit: Ernst Herzfeld

Ernst Herzfeld wurde 1879 in Celle geboren und war ein deutscher, in Vorderasien tätiger Archäologe, Architekt und Kunsthistoriker, der die iranische Archäologie begründet und viele Forschungen im Orient geleistet hat. Hier ein kleiner Überblick über sein Leben: 1903 schloss er ein Studium der Archäologie in Berlin erfolgreich ab, anschließend begeisterte er sich noch für die Studiengänge Assyriologie und Kunstgeschichte, die er in München und Berlin belegte. Es dauerte nicht lange, bis er mit dem Orient in Berührung kam: Von 1903-1906 war er als Grabungsarchitekt bei dem Orientalisten Friedrich Delitzsch tätig, und ein Jahr später promovierte er mit der Dissertation „Pasargadae. Aufnahmen und Untersuchungen zur persischen Archäologie“. Er reiste viel in den Iran und spielte die entscheidende Rolle für die iranische Archäologie. Ab 1920 war er Professor für Archäologie des Nahen Osten und gründete dieses Lehrfach. Daraus bildete sich später ein Institut für „Landes- und Altertumskunde des Orients“. 1926 war er als Berater für die iranische Regierung tätig, und von 1931-34 leitete er die Ausgrabungen des „University of Chicago Oriental Institute“ in Persepolis. Nach dem zweiten Weltkrieg – er war mittlerweile aufgrund des NS-Regimes in die USA emigriert – fand er erneut den Weg in den Nahen Osten. Doch Ende 1947 zog er sich in Kairo eine so schwerwiegende Krankheit zu, an dessen Folgen er Anfang 1948 in Basel verstarb. Mittlerweile gibt es die „Ernst Herzfeld-Gesellschaft e.V.“, die am 08. Januar 2005 gegründet wurde und die wissenschaftliche Forschung im Bereich der islamischen Kunstgeschichte, Archäologie und Bauforschung aktiv voranbringen und einen...

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Buchvorstellung

Buchvorstellung

Tehran 50: Ein halbes Jahrhundert deutsche Archäologen in Iran Seit 1961 existiert die Außenstelle Teheran des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI), deren Arbeitsspektrum die Archäologie Irans von der Vorgeschichte bis in die islamische Zeit beinhaltet. Anlässlich des 50. Bestehens 2011 verfasste die Leiterin der Außenstelle Barbara Helwing  zusammen mit Patricia Rahemipour das Buch „Tehran 50: Ein halbes Jahrhundert deutsche Archäologen in Iran“. Das Buch zeigt die Entwicklung der deutschen Archäologie im Iran seit dem 19. Jahrhundert. Interessante Kapitel sind in diesem Zusammenhang das deutsche Kaiserreich und Persien, mit der Rolle von Ernst Herzfeld, aber auch die Situation nach den beiden Weltkriegen. Nach dem ersten Weltkrieg werden die unterschiedlichen Neuanfänge beider Länder, die Weimarer Republik und Reza Schah beschrieben, später dann die Archäologie während der NS-Zeit. Nach dem zweiten Weltkrieg wird mit der Gründung des DAI ein Neubeginn der deutsch-iranischen Beziehungen eingeleitet. Zudem weiten sich die archäologischen Forschungen in Iran aus. Seit dem 21. Jahrhundert existiert eine Vielzahl neuer Methoden, die relevant für diese Forschungen sind. Wer sowohl an der Geschichte als auch an der Archäologie interessiert ist, der kann das Buch hier erwerben. Weitere Informationen zu Barbara Helwing finden Sie hier. Weitere Informationen zum DAI können Sie hier...

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Freya Stark unterwegs im Orient

Freya Stark unterwegs im Orient

Im Nachfolgenden wird eine Persönlichkeit vorgestellt, deren Leben sich immer wieder im Orient abspielte und die bedeutsam für die Zeit der Weltkriege war. Freya Madeline Stark wuchs in Asolo/Italien auf und war eine Orient- und Forschungsreisende sowie eine Reiseschriftstellerin. Schon als Kind begeisterte sie sich für den Orient. 1912 begann sie ein Geschichtsstudium in London, brach das Studium allerdings ab, da sie während des ersten Weltkrieges als Krankenschwester dienen musste. Danach besuchte sie die School of Oriental Studies und belegte dort Arabischkurse. Später erlernte sie auch die persische Sprache. Mit Mitte Dreißig reiste sie 1927 zum ersten Mal in den Nahen Osten, nach Libanon und Damaskus. 1930 begab sich Freya Stark auch nach Persien, um dort die bis dahin noch unerforschten Täler der Assassinen zu untersuchen. Sie wollte dazu geographische und archäologische Studien durchführen und wurde zu diesem Zweck von einem einheimischen Führer begleitet. Nach ihrer Reise erhielt sie große Anerkennung und wurde als Forscherin respektiert. Anschließend reiste sie nach Kurdistan, Ägypten, Indien und erneut nach Persien, um dort die Kultur und Menschen zu erforschen. Während des zweiten Weltkrieges befand sie sich im Orient und war dort für die britische Kolonialverwaltung tätig. Sie sollte die dort lebende Bevölkerung von den britischen Interessen überzeugen und beeinflussen. Nach dem Kriegsende kehrte sie in ihre Geburtsstadt Asolo zurück und sollte dort als politische Beraterin die britischen und italienischen Beziehungen verbessern. Trotzdem hatte sie noch immer eine große Leidenschaft für das Reisen und besuchte trotz hohen Alters erneut Persien, Afghanistan und den Irak....

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Alamut und Assassinen

Alamut und Assassinen

Die Zeit der Assassinen in Persien geht auf das 11. Jahrhundert zurück. Zwischen 1090 und 1256 n. Chr. war diese nizaritisch-ismailitische Bewegung aktiv, die von den Kreuzfahrern als „Assassinen“ bezeichnet wurde und primär Widerstand gegen politische Gegner leistete. Als Gründer wird Hasan-i Sabah ausgemacht, der zahlreiche Anhänger gewann und 1090 für die Eroberung der Bergfestung Alamut sorgte, die fortan als Zentrum der Assassinen galt. Mit der Zeit eroberten sie immer mehr Burgen. Die Assassinen waren auch für den Mord an dem Wesir der Seldschuken 1092 verantwortlich und übten zahlreiche weitere Anschläge aus. Sie töteten Monarche, Minister oder auch Generale. Die Anschläge wurden in erster Linie verübt, weil die Assassinen die Ordnung wie zu Zeiten des Propheten Muhammad wieder herstellen wollten. Damit kämpften sie auch gegen die herrschende sunnitische Orthodoxie. Hasan-i-Sabah hatte zudem das Ziel, die Ismailiya zu erneuern, die aufgrund der politischen Situation zunehmends verkam. Weitere Informationen zu der Geschichte der Assassinen finden Sie hier. Ein interessantes Video, das das Geheimnis um die Assassinen zeigt, können Sie sich hier anschauen:   Wer sich diesem Thema durch das Lesen eines spannenden Romans nähern möchte, dem könnte dieses Buch gefallen: Das Halsband der Taube von E.W. Heine btb Verlag, Verlagsgruppe Random House ISBN 3-442-72000-1 Hier ist der direkte Link zu einem der großen Versandbuchhandelsunternehmen...

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