Deutsch-Iranische Aktivitäten

Planung eines Provinzmuseums in Iran

Planung eines Provinzmuseums in Iran

In Zusammenarbeit mit einigen Experten der Bundeskunsthalle in Deutschland soll in der Wüstenstadt Yazd ein Provinzmuseum entstehen. Das Projekt wird betreut von der Architektin Susanne Annen, der Bundeskunsthalle und der Archäologin Ute Franke, die stellvertretende Direktorin des Museums für Islamische Kunst in Berlin ist. Die beiden Institutionen arbeiten dabei gemeinsam mit der Iran Cultural Heritage, Handcrafts and Tourism Organization“ (ICHHTO). Ziel der Errichtung dieses Museums ist die Bewahrung des kulturellen Erbes, welches durch das Textilhandwerk, der Technik der Lehmbauten und dem antiken Wasserversorgungssystem bestimmt ist. Das Projekt wird von der Gerda Henkel Stiftung mit insgesamt 650 000 Euro finanziert. Geplant ist, dass das Provinzmuseum Mitte 2020 eröffnet. Bis dahin werden Museums- wie auch Marketingexperten wie auch Architekten immer wieder live vor Ort sein und über ihre Arbeitstätigkeiten informieren. Somit soll ein in mehreren Workshops Wissen an die jeweiligen Menschen in den Iran gebracht werden.  Das Museum soll übrigens in einem alten Ensemble von Lehmbauten errichtet werden. Den vollständigen Artikel „Provinzmuseum im Iran soll mit Kooperation der Bundeskunsthalle entstehen“ von Thomas Kliemann vom 09.08.17 aus dem General-Anzeiger Bonn können Sie hier...

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Iranische Buchenwälder und der Steigerwald

Iranische Buchenwälder und der Steigerwald

In dem Artikel „Reise in die Vergangenheit des Steigerwalds“ von Martin Müller von den „Nürnberger Nachrichten“ (14.12.2016) wird beschrieben, dass sich bayerische Forstexperten auf eine Reise in die kaspischen Laubwälder des Irans begeben haben. Dort ist der „Hyrcanische Wald“, ein Urwald zwischen den Nordhängen des Elburs-Gebirges und dem Kaspischen Meer zu finden. Die Wälder sind uralt und teilweise noch gänzlich unberührt. Die Forstexperten stellten fest, dass die iranischen Wälder genauso aussehen wie der Steigerwald in Deutschland. So würden die deutschen Buchenwälder ohne Klimawandel und Eingriff des Menschen exakt so sein wie die kaspischen Wälder im Iran. Seit eineinhalb Jahren gebe es auch eine Forschungskooperation zwischen den Forstexperten und iranischen Kollegen, um ermitteln zu können, woher die deutschen Arten entstammen. Dazu werde die Artenvielfalt erhoben und mit den Wäldern hier verglichen. Die Experten konnten bisher festmachen, dass es in den iranischen Wäldern noch Arten gibt, die hier längst ausgestorben sind und dass die Artenvielfalt im Iran ein insgesamt deutlich breiteres Spektrum aufweist als hier zu Lande. Obwohl viele Teile der kaspischen Wälder unter Schutz stehen, ermöglicht es ein Ende 2013 festgelegtes Gesetz, dass faules und kaputtes Holz der Wälder vom Menschen genutzt werden darf, was bei den Experten Alarmglocken klingeln lässt. So könnten Arten genauso wie in Deutschland verloren gehen. Um die Artenvielfalt zu schützen, empfehlen sie den iranischen Behörden lieber gesunde und mittelalte Bäume zu...

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Iranische Theatergruppe führt deutsches Stück auf

Iranische Theatergruppe führt deutsches Stück auf

Am 21.04.2016 fand anlässlich der 23. Europäischen Kulturtage Karlsruhe ein Gastspiel der „Praxis theatre group“, ein freies Ensemble der Theaterszene aus Teheran statt. Die jungen Künstler führten das deutsche Stück „Draußen vor der Tür“ von Wolfgang Borchert auf. Das Drama entstand um 1947 und handelt von dem deutschen Kriegsheimkehrer Beckmann, der von seiner langjährigen Kriegsgefangenschaft so geprägt ist, dass er es nicht schafft, ein normales, zivilisiertes Leben zu führen. Dieses Stück wurde nun von der Praxis theatre group wieder aufgegriffen und inszeniert, weil sie die Gesellschaft an die Gefahr und Verbrechen des Krieges erinnern will. Ein Video mit dem Trailer des Stückes können Sie sich hier anschauen: (veröffentlicht vom Staatstheater Karlsruhe) Weitere Informationen zur Aufführung in Karlsruhe finden Sie hier. Weitere Informationen zur Handlung des Stückes „Draußen vor der Tür“ finden Sie...

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Fikrun wa Fann

Fikrun wa Fann

Das Kulturmagazin „Fikrun wa Fann“, das vom Goethe-Institut publiziert wird, dient dazu, die kulturelle Beziehung zwischen Deutschland und islamischen Ländern, wozu auch der Iran zählt, zu stärken und mitzugestalten. Dabei wirken Autoren aus Deutschland, weiteren Teilen Europas und islamischen Ländern mit und liefern Beiträge, die Informationen und Dialoge mit den islamisch geprägten Kulturkreisen enthalten.  Das Kulturmagazin bietet zudem ein literarisches Forum für gesellschaftspolitische Debatten. Zur Geschichte: Es wurde 1963 von Annemarie Schimmel und Albert Theile gegründet und wird seit 2012 von dem Islamwissenschaftler Stefan Weidner betreut. Es thematisiert aktuelle kulturelle und gesellschaftliche, insbesondere kontroverse Themen. Das Magazin erscheint in einer Auflage von 20000 Heften zwei Mal im Jahr in arabischer und englischer Sprache und auf Farsi. Die persische Ausgabe heißt „Andishe va Honar. “ Die Website bietet auch die Möglichkeit, die Beträge in deutscher Sprache nachzulesen. Weitere Informationen zu dem Kulturmagazin Fikrun Wa Fann finden Sie hier. Wie eingangs schon erwähnt, zählt zu den islamisch geprägten Kulturkreisen auch der Iran. Fikrun Wa Fann beinhaltet daher viele Beiträge, die einen Iran-Bezug aufweisen. So lassen sich u.a. Artikel zu Themen der Literatur, Sprache, Landschaft oder zur Geschichte finden. Im Folgenden sollen dazu zwei Beiträge exemplarisch näher vorgestellt werden: Der erste Beitrag „Klima- und Landschaftswandel im Orient, Das Hochland von Iran“ von Eckart Ehlers (Professor für Geologie an der Universität Bonn) vom Juni 2013 behandelt den Klima- und Landschaftswandel im Orient und die Bedeutung des Iran in diesem Zusammenhang. So spielt das Hochland von Iran eine entscheidende Rolle für die Erforschung des...

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Bahman Nirumand

Bahman Nirumand

Sein Leben bewegt sich zwischen zwei Nationen: Bahman Nirumand wird 1936 in Teheran geboren. Im Alter von 14 Jahren kommt er nach Deutschland und macht dort sein Abitur. Anschließend studiert er in München, Tübingen und Berlin Germanistik, Philosophie und Iranistik. 1960 promoviert er an der Universität Tübingen über Bertolt Brecht. Inhaltlich geht es um die Probleme der Verpflanzung des europäischen Dramas in die neupersische Literatur. Danach kehrt er in den Iran zurück, wo er bis 1965 als Dozent für Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Teheran tätig ist. Zwei Jahre später veröffentlicht er das Buch „Persien. Modell eines Entwicklungslandes“ und liefert damit Einblicke in die Schah-Diktatur. Damit stellt er sich auch gegen das Regime und flieht nach Deutschland. Bahman Nirumand reist erst 1979 wieder in den Iran und unterstützt dort die demokratische Opposition gegen Chomeini. Nur wenige Jahre später flieht er allerdings zum zweiten Mal nach Deutschland, diesmal vor der Diktatur der Mullahs. 2011 veröffentlicht er seine Autobiografie „Weit entfernt von dem Ort an dem ich sein müsste“. Bis heute kritisiert Bahman Nirumand die Menschenrechtsverletzungen in seiner Heimat, weswegen er auch noch immer in Berlin im Exil lebt. Weitere detallierte Informationen zu Bahman Nirumand können Sie hier nachlesen. Seine Autobiografie „Weit entfernt von dem Ort an dem ich sein müsste“ gibt es hier zu...

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Veranstaltung: Abend in Gemeinschaft

Veranstaltung: Abend in Gemeinschaft

Am 27.11.2015 lädt die Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Varrel und Stuhr von 19-22 Uhr zu einem „Abend in Gemeinschaft“ ein. Zu dieser Veranstaltung sind alle Bürger und Bürgerinnen herzlich eingeladen. Es spielt keine Rolle ob sie hier neu eingetroffen sind oder dauerhaft wohnen. An diesem Abend sollen alle Menschen miteinander sprechen und sich gegenseitig austauschen. Dabei ist es egal, welcher Kultur sie angehören oder woher sie stammen. Es geht darum, seine Sorgen miteinander zu teilen, aber auch dankbar und fröhlich zu sein. Außerdem können viele neue Kontakte geknüpft und neue Freundschaften geschlossen werden, sodass auch nach dieser Veranstaltung noch ein Miteinander besteht. Die Botschaft lautet: „Brücken bauen für ein gutes Miteinander“ Zudem sollen die Bürger/-innen mehr voneinander erfahren und ein Verständnis füreinander entwickeln. Die verschiedenen Kulturen sollen einander näher vorgestellt werden, ihre Vielfältigkeit in Erfahrung gebracht und Gemeinsamkeiten entdeckt werden. Begleitet wird diese Veranstaltung von drei unterschiedlichen Musikgruppen: Iranische, jezidisch-kurdische und arabische Musik sollen für einen unterhaltsamen und stimmungsvollen Abend sorgen. Zum Schluss soll ein gemeinsames Lied gesungen werden, das den Titel „Herr, gib mir Mut zum Brücken bauen…“ trägt und dessen erste Verse im beigefügten Flyer zu finden sind. Natürlich gibt es auch etwas Kulinarisches und zwar ein „Buntes Buffet“, für das jeder etwas mitbringen kann. Das Plakat zur Veranstaltung können Sie sich hier ansehen.   Pressestimmen Die Regionale Rundschau berichtete am 23.11.2015 in dem Artikel „Die kleinen Unterschiede hier und dort“ (Stephen Kraut) von dem Stuhrer Abend in Gemeinschaft: Das Hauptthema ist der Besuch von Emin Akbas, der einen...

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