Barbara Naziri: Brücken bauen

17Barbara Naziri steht für die Verbindungen zwischen Deutschland und dem Iran. Als Tochter einer deutsch-dänischen Mutter und eines iranischen Vaters wuchs sie in Norddeutschland auf. Sie bezeichnet sich gerne „als Pflanze mit yiddischen Wurzeln in persischer Erde, Blütestandort Norddeutschland“.

Schon im Kindsalter entdeckte sie ihre Leidenschaft für das Schreiben. Viele Emotionen und Ausdrücke steckte sie in ihre Geschichten und wollte die Menschen damit bewegen. Naziri wuchs behütet und beschützt auf und beschreibt ihre Kindheit als eine „wunderbare“. Dass es nicht überall so harmonisch zugehe, war der Halb-Iranerin schon früh bewusst und daher befasste sie sich in ihrer zweiten Heimat Iran mit den Schicksalen der Flüchtlinge.

Geprägt von diesen Erlebnissen wurde sie Menschenrechtsaktivistin und Gründungsmitglied beim Hamburger Flüchtlingsrat. Des Weiteren hilft sie der weltweiten Vereinigung „Madarane Iran“, die öffentlich über Zustände, wie iranische trauernde Mütter, deren Kinder ermordet oder verschwunden sind, berichten.Das Ziel der Schriftstellerin bestehe darin, iranische Gruppen zu vereinigen, die sich für Freiheit und Demokratie im Iran engagieren.

Naziri betreibt außerdem eine eigene Website, den „Literaturgarten der Aramesh“.

Buchempfehlung

Das wohl bekannteste und eindrucksvollste Werk von Barbara Naziri heißt „Grüner Himmel über schwarzen Tulpen. Ein west-östlicher Blick hinter den Schleier Irans“ (erschienen im Göttert Verlag, 422 Seiten), mit dem sie eine Brücke zwischen deutscher und iranischer Kultur schaffen will. Grundsätzlich möchte die Autorin das verdrehte Bild, das die westliche Kultur von dem Jahrtausend altem Land hat, richtig stellen. So vermittelt sie dem Leser Eindrücke zu den unterschiedlichsten Menschen verschiedener Herkunft, die allesamt in Harmonie und Frieden leben wollen.

Daneben gibt Naziri Einblicke in die Kulturgeschichte des Irans, berichtet aber auch vom alltäglichen Leben dieses Landes, sowohl von Drogenproblemen und Umweltverschmutzung, als auch von Festen und persischer Küche. Die Stärke der iranischen Frauen wird ebenfalls abgehandelt und es wird gezeigt, wie sie Widerstand gegen die Scharia leisten und sich 2009 sogar unter gefährlichsten Bedingungen an den landesweiten Demonstrationen der Grünen Demokratiebewegung beteiligten. Es kann zwar nicht verschwiegen werden, dass es aggressive Politiker, Menschenrechtsverachter und Frauen gibt, die gesteinigt werden. Doch Naziri möchte zum Ausdruck bringen, dass die Bevölkerung, die dort lebt, sich gegen all diese Missstände wehrt und selbst ein friedliches Leben führen will. Mit diesem Buch soll die westliche Gesellschaft richtig informiert werden und „hinter den Schleier des Irans“ blicken.

Hier können Sie verschiedene Werke Barbara Naziris erwerben, unter anderem „Grüner Himmel über schwarzen Tulpen“.

Und hier ein Trailer zum Buch: